Seidenhühner sind eine alte chinesische Haushuhn-Rasse. Sie sind etwas kleiner als "normale" Hühner, haben 5 Zehen und schwarzblaue Haut. Ihre Federn sind ausgefranst und fellartig. Das besondere Gefieder macht sie flugunfähig und geeignet für niedrig eingezäunte Gehege. Ein Seidenhuhn legt ca 80 Eier pro Jahr. Sie sind sehr gute und zuverlässige Brüter.

Man unterscheidet zwischen 3 verschiedenen Arten: Das Seidenhuhn mit schwarzer Haut, das Siamesische Seidenhuhn und das Zwerg Seidenhuhn. Weiters gibt es Varianten mit und ohne Bart. Hier wird jedoch auf die Unterschiede nicht näher Eingegangen.

Das Seidenhuhn ist in China als Wu Gu Ji bekannt, das bedeutet Übersetzt so viel wie Krähen- oder Schwarzknochenfußhuhn. In der asiatischen Literatur ist es seit dem 13. Jhdt nachweislich bekannt. Zumindest Vorläufer unserer heutigen Seidenhühner müssen jedoch erheblich früher existiert haben, denn schon Aristoteles (384-322 v. Chr.) erwähnte schwarze und weiße Hühner mit "Katzenhaar" aus dem Reich der Mangi, dem heutigen China. Das Seidenhuhn stellt demnach eine sehr frühe Haushuhnrasse aus dem ostasiatischen Raum dar. Über Händler wie Marco Polo wurde es schließlich im Mittelalter als Kuriosität nach Europa gebracht. Wo es aufgrund seines feinen, daunigen Gefieders gar als Kreuzung zwischen Huhn und Kaninchen - als Wunderhuhn - angepriesen worden sein soll.

Seidenhühner sind flugunfähig und stellen keine besonderen Ansprüche an ihren Halter. Allerdings schlafen sie nicht auf Stangen, sondern am Boden. Wichtig ist daher ein entsprechend eingerichteter Stall, der trocken und vorallem Zugluftfrei ist. Niedrige Temperaturen vertragen Seidenhühner im Allgemeinen recht gut. Unverzichtbar ist das Staubbad, welches wichtig für die Gefiederpflege ist und Ungezieferbefall vorbeugt.

Die Brutdauer beträgt 21 Tage und meist führen die Glucken ihre Küken sehr fürsorglich. Seidenhennen werden nicht selten als Ammen eingesetzt. Es kann einige Zeit nach der Brut zu einer starken Mauser kommen. Das Geschlecht der Jungtiere ist oftmals erst sehr spät zu erkennen, mitunter erst mit 4-6 Monaten.

Seidenhühner werden in den folgenden Farbschlägen gezüchtet: Weiß, schwarz, rot, gelb, blau, wildfarbig, silber-wildfarbig, silbergrau, perlgrau und gesperbert. Fehlfarben entstanden durch die Launen der Natur, sind aber bei Liebhabern durchaus begehrt.

Hier habe ich noch das Wort "Seidenhuhn" in andern Sprachen:

Poule soir - Francais

Zijdehoen - Nederlands

Silkehohns - Norsk

Silkehöhns - Svenska

Kura jedwabista - Polski

Silkie bantam  - Silky - English

Falls noch jemand das Wort in einer anderen Sprache kennt oder sich Fehler eingeschlichen haben, gebt doch bitte bescheid.

 

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